„Umwege“ über das Klavier und die Orgel führten mich schließlich zum Gesang. In den Anfängen als Mitglied des Kammerchors Schmallenberg, zu Studienzeiten als Gast im Gewandhauschor Leipzig und später im Chor der Salzburger Festspiele und Zusatzchor der Wiener Staatsoper, begann ich nach und nach kleinere und größere (chor-) solistische Aufgaben zu übernehmen.

Zu meinen frühen Förderern zählten unter anderem Marlies und Ulrich Schauerte, Frank Reim und Kristina Göthel; in der Wiener Zeit unterstützten mich vor allem Maria Bayer, Michael Hruby und Hans-Peter Kammerer, meinen Weg als Sänger zu finden.

Der geistlichen Vokalmusik, die ich quasi mit der Muttermilch aufsog, fühle ich mich nach wie vor stark verbunden, in der Zeit an der Wiener Staatsoper lernte ich die Oper (allen voran Richard Wagner) lieben und die unmittelbare Verbindung Wiens mit Franz Schubert eröffnete mir den scheinbar grenzenlosen Horizont des Liedgesangs, den ich mittlerweile als den Kernpunkt meines künstlerischen Schaffens betrachte.

Die „Symbiose“ von Text und Musik mit ihrer starken emotionalen und letztlich gesellschaftlichen Relevanz, das Freilegen der einzelnen Schichten beim Erarbeiten eines Zyklus‘ von Schubert, um zu schauen, was noch im Verborgenen liegt, schließlich das Teilhabenlassen des Publikums im Konzert - darum singe ich. Mit Andreas Mersa verbindet mich seit einigen Jahren eine große Freundschaft, mit ihm habe ich einen einzigartigen Liedbegleiter und Pianisten gefunden, der das gleiche sucht und will.


Bitte verwenden Sie für Ihre Konzertprogramme ausschließlich die nachfolgende Biografie (ca. 200 Worte):

Download Biographie Matthias Spielvogel